Großbrand in der Müllverbrennungsanlage
11 Feuerwehren bekämpfen Feuer in der GfA
Gegen 13 Uhr hatte sich am Dienstag den 20.3.2007 in der Müllverbrennungsanlage Geiselbullach vermutlich in der Sperrmüllschredderanlage Müll entzündet. In kurzer Zeit breitete sich das Feuer von der Sperrmüllanlage in den Müllbunker aus. Das Personal der GfA verständigte sofort über den Feuermelder die Feuerwehr und leitete eigene Löschmaßnahmen ein.
Vermutlich aufgrund eines technischen Defektes, konnten die automatischen Löschanlagen jedoch nicht in Betrieb genommen werden.
Bei Eintreffen der Feuerwehr Geiselbullach am Einsatzort, stand das Gelände bereits unter Rauch. Der Einsatzleiter erhöhte aufgrund dieser Lage sofort auf die höchste Alarmstufe. Insgesamt waren in den folgenden 14 Stunden 11 Feuerwehren (Geiselbullach, Graßlfing, Esting, Olching, Feldgeding, Günding, Gröbenzell, Eichenau, Fürstenfeldbruck, Gernlinden und BF München) mit rund 40 Fahrzeugen und 170 Einsatzkräften sowie der Rettungsdienst (26 Kräfte) - der zur Absicherung und Verpflegung der Kräfte alarmiert war - im Einsatz.
Das Gebäude konnte zunächst nur mit schwerem Atemschutz betreten werden. Rund 30 Trupps waren mit verschiedenen Schaum- und Wasserrohren über Stunden bei der Brandbekämpfung im Einsatz, bis in den Abendstunden das Feuer unter Kontrolle gebracht werden konnte. Aufgrund der starken Verrauchung im Müllbunker mussten Wärmebildkameras eingesetzt werden um die immer wieder auflodernden Flammen abzulöschen.
Erst gegen Mitternacht waren die Feuer endgültig gelöscht und der Bunkerraum auch wieder ohne Atemschutz betretbar. Mittels des Müllkrans - der glücklicherweise trotz der sehr hohen Brandtemperaturen und des massiven Wasser- und Schaumeinsatzes nur leicht beschädigt wurde und nach kurzer Zeit wieder betriebsbereit gemacht werden konnte - wurden die letzten Glutnester abgelöscht.
Als letzte Feuerwehr rückte die zuständige Feuerwehr Geiselbullach gegen 03.30 Uhr in die Wache ein.
Besonders hervorzuheben ist die gute Zusammenarbeit der Feuerwehrkräfte aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck und Dachau sowie der Berufsfeuerwehr München. Nur mit geeinten Kräften an Personal - vor allem Atemschutzgeräteträger - und verschiedensten Einsatzfahrzeugen, bis hin zu einem 50 Meter Gelenkmast, konnte das Großfeuer schließlich erfolgreich bekämpft werden.
© Quelle
Text: Feuerwehr Geiselbullach | Fotos: Feuerwehr Esting- Tags: Belüftung | Drehleiter | Geiselbullach | GfA | Großbrand | Müllbunker


